Ein eigenes Gartenhaus ist der perfekte Aufbewahrungsort für Gartengeräte, Mülltonnen und Werkzeuge. Im örtlichen Baumarkt finden Sie eine riesige Auswahl an Gartenhäusern in allen erdenklichen Variationen. Wenn Sie aber handwerklich ein wenig geschickt sind und DIY-Projekte Ihnen Spass machen, empfehlen wir, sich Ihr eigenes kleines Häuschen zu bauen.
Wenn Sie ein Gartenhaus aus Holz selber bauen, sparen Sie nicht nur Kosten, sondern haben ein Unikat in Ihrem Garten, um das Sie sicher jeder Nachbar beneiden wird. Mit dem Bauplan und einer Bauanleitung ist das Häuschen schnell errichtet. Benötigen Sie am Ende doch Hilfe, kontaktieren Sie einfach einen der Fachbetriebe auf unserer Vergleichsplattform für Handwerker aus der Schweiz.
Gartenhaus selber bauen, einen Bausatz wählen oder einen Aufbauservice nutzen?
Sie haben ein schickes Gartenhaus entdeckt, für das Sie sogar einen Aufbauservice buchen können? Haben Sie keine Zeit, das Gartenhaus aus Holz selber zu bauen oder sind handwerklich zu ungeschickt, sollten Sie diese Lösung wählen. Allerdings müssen Sie für ein fertiges Gartenhaus samt Aufbauservice deutlich tiefer in die Tasche greifen als für ein eigens errichtetes Häuschen. Vergessen Sie auch nicht, wie viel Spass es macht, etwas Eigenes zu schaffen und sich jeden Tag darüber zu freuen. Schon der eigene Bauplan lässt Freiheit: Planen Sie ein Häuschen zum Wohlfühlen oder lediglich einen Geräteschuppen? Soll es etwa ein Flachdach aus Dachpappe sein oder ein schönes Satteldach, das Balken und Dachlatten benötigt? Vielleicht soll eine Dachbegrünung hinzukommen?
Trauen Sie sich die komplette Planung und den Aufbau eines Gartenhauses nicht zu, gibt es als Alternative das Gartenhaus DIY als Bausatz. Diese Variante bietet Ihnen ebenfalls ein unvergessliches DIY-Erlebnis, geht aber im Vergleich zum kompletten Alleinbau deutlich schneller.
Benötige ich ein Fundament für mein Gartenhaus in Holzrahmenbauweise?
Für Ihr Gartenhaus DIY empfehlen wir Ihnen auf jeden Fall ein stabiles Fundament, um ein Durchhängen zu verhindern. Dieses Fundament sollte ein wenig grösser als die Grundfläche des Gartenhauses in Holzrahmenbauweise sein. Für welche Art Fundament Sie sich entscheiden, hängt von der Beschaffenheit des Bodens sowie des Grösse des Hauses ab.
Ein gutes Fundament
- gibt dem Gebäude Halt
- verhindert ein Durchhängen
- sorgt dafür, dass es bei starken Regenfällen nicht absinkt
- vermeidet, dass sich das Gartenhaus bei Frost hebt
Während für ein kleines Gewächshaus ein Punktfundament ausreichend ist, entscheiden Sie sich bei einem grossen Gartenhaus lieber für ein Plattenfundament. Wählen Sie im Zweifelsfall immer die stärkere Fundamentart aus. Um dem Haus noch mehr Stabilität zu verleihen, pflastern Sie die Grundfläche waagerecht mit Betonplatten oder Pflastersteinen.
Nutzen Sie statt Holzschrauben am besten stabile Pfostenanker aus Metall, um die Stützbalken zu befestigen. Die Anker kann man auch im Nachhinein mit Schrauben und Dübeln befestigen, wenn der Beton bereits ausgehärtet ist. Für kleinere Gartenhäuser muss nicht zwingend Beton gegossen werden. Es genügt, den Boden etwa zehn Zentimeter tief auszuheben und eine Kiesschicht einzufüllen.
Eine ebenfalls beliebte Alternative ist das Plattenfundament. Bei dieser Art werden einfach Gehwegplatten als Fundament genutzt. Sie werden auf verdichtetem Kies aufgelegt, so dass es nicht notwendig ist, Beton zu giessen. Die Erfahrung zeigt, dass Gehwegplatten einem Gewicht von maximal 90 Kilogramm pro Quadratmeter standhalten. Für sehr grosse Gartenschuppen sind sie daher nicht geeignet.
Genehmigungen und Bauvorschriften
Eine wichtige Entscheidung, wenn Sie den Bau eines Gartenhauses einplanen, ist dessen Grösse. Es sollte optisch gut zu Ihrem Garten passen und weder überdimensioniert noch zu klein sein. Von der Grösse ist letztendlich auch abhängig, ob Sie für das Gartenhaus eine Baugenehmigung benötigen. In der Schweiz sind grundsätzlich alle Bauten, die eine feste Verbindung zum Boden haben, genehmigungspflichtig. Demnach benötigen Sie auch für Ihre Gartenhütte eine Baubewilligung. Beachten Sie weiterhin, dass die Grundfläche Ihres Gartenhäuschens 24 Quadratmeter nicht übersteigt und Sie das Haus nicht zum dauerhaften Wohnen nutzen.
Die Vorschriften können sich von Kanton zu Kanton ein wenig unterscheiden. Wir empfehlen daher auf jeden Fall, vor dem Eigenbau Ihres Gartenhauses bei Ihrer Gemeinde nachzufragen, ob Sie eine Baugenehmigung beantragen müssen.
Gartenhaus selber bauen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Bevor Sie mit Ihrem Eigenbau beginnen, machen Sie sich zunächst ausführlich Gedanken darüber, wie Ihr Gartenhaus einmal aussehen soll. Welche Grösse soll es haben und welches Material bevorzugen Sie? Haben Sie eine Materialliste zusammengestellt, zeichnen Sie sich einen Bauplan. Eine Bauanleitung für Ihr Gartenhaus DIY finden Sie mit Sicherheit auch im Internet.
Der erste Schritt Ihres Gartenhauses ist ein tragfähiges Fundament. Dieses ist das Grundgerüst, auf dem Sie die Wände aufsetzen. Dann erst können Sie mit dem Dachbau beginnen. Entscheiden Sie sich für Flachdach oder Satteldach und organisieren Sie Balken, Dachsparren, Dachlatten, Dachpappe und eventuell eine Dachbegrünung.
Steht das Grundgerüst, geht es an die Feinheiten:
- Nutzen Sie eine Wasserwaage, um die korrekte Ausrichtung waagerecht zu prüfen.
- Kümmern Sie sich um das Verkleiden der Aussenwände und ein Vordach, sollte ein solches gewünscht sein.
- Die Innengestaltung sollte der letzte Schritt Ihres Gartenhäuschens sein.
Arbeitsschritte wie das Verkleiden der Innenwände können Sie auch in den Herbst- oder Wintermonaten noch ausführen. Spätestens ein Jahr nach dem Bau bringen Sie dann auch die erste Schutzlasur auf, denn nur im imprägnierten Zustand werden Sie lange Freude an Ihrem Gartenhaus haben. Sie suchen doch lieber Hilfe beim Aufbau eines Gartenhauses? Dann schauen Sie einmal auf renovero vorbei, um versierte Handwerker zu finden.
Welche Holzart ist am besten für ein Gartenhaus geeignet?
Möchten Sie ein Gartenhaus aus Holz selber bauen, können Sie verschiedene Holzarten wählen. Bewährt haben sich vor allem diese:
- Kiefer
- Fichte
- Lärche
- Douglasie
Besonders einfach zu verarbeiten und noch dazu preiswert ist Kiefernholz. Bedenken Sie aber, dass das helle Holz im Lauf der Zeit stark nachdunkelt und sich zu einem warmen Rotbraun entwickelt. Eine weitere Eigenschaft von Kiefernholz ist das Vorhandensein von vielen Astlöchern. Kommt es zu starken Temperaturschwankungen, kann es dadurch zu undichten Stellen kommen. Generell ist Kiefer eher anfällig für Feuchtigkeitsschäden und muss daher intensiv gepflegt werden.
Stabil und witterungsbeständig dagegen ist Fichtenholz. Da es zudem leicht und elastisch ist, ist es ideal für Ihr Gartenhaus DIY. Es hat ein vergleichsweise geringes Gewicht, so dass das Fundament weniger belastet wird und ist durch die dichten Jahresringe sehr stabil. Ähnlich wie Kiefernholz dunkelt es mit der Zeit nach.

Auf grund seiner rötlich-braunen Färbung ist Lärchenholz optisch ein Hingucker. Eine sehr hohe Festigkeit, Witterungsbeständigkeit und Resistenz gegenüber Schädlingen spricht für Lärchenholz. Selbst unbehandelt im nicht imprägnierten Zustand ist es bis zu 15 Jahre lang haltbar.
Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
Wenn Sie für Ihre Gartengeräte ein Gartenhaus aus Holz selber bauen, rechnen Sie für ein mittelgrosses Modell mit Kosten von bis zu CHF 3.000,-. Diese Kosten hängen vor allem von der Wahl der verwendeten Holzart ab. Unterschätzen Sie auch nicht die zahlreichen Kleinteile wie Holzschrauben, Dachlatten, Dachpappe und Dachsparren. Bei Sonderwünschen wie einer Begrünung oder einem Vordach steigen die Kosten des Gartenhaus DIY noch höher. Es kann auch sein, dass Sie sich noch zusätzliches Werkzeug wie eine Wasserwaage oder eine Säge kaufen müssen. Um die Kosten genau abzuwägen, erstellen Sie sich einen ausführlichen Bauplan.
Haben Sie kein Werkzeug zum Bau des Gartenhauses und müssen sich alle Materialien noch besorgen, kann es sogar günstiger sein, sich ein fertiges Haus aus dem Baumarkt zu kaufen. Kleinere Gartenhäuser, die einem Schuppen ähneln, sind bereits ab CHF 1.000,- erhältlich.
Pflege und Instandhaltung des Gartenhauses
Wie viel Pflegeaufwand Sie für ein Gartenhaus einplanen müssen, ist davon abhängig, welche Holzart Sie verwenden. Ein Gartenhaus aus Kiefer ist besonders pflegeleicht. Grundsätzlich empfehlen wir Harthölzer, da sie widerstandsfähig und langlebig sind.
Egal, für welche Holzart Sie sich letztendlich entscheiden: Wir raten zu einet Imprägnierung, die das Holz gleich dreifach vor UV-Strahlung, Schädlingen und Feuchtigkeit schützt. Da sie tief in das Holz eindringt, ist ein optimaler Schutz gegeben. Möchten Sie dagegen die natürliche Schönheit des Holzes betonen, ist eine Lasur gut geeignet. Für eine individuelle Gestaltung mit Ihrer Wunschfarbe nutzen Sie eine für den Aussenbereich geeignete Deckfarbe.
Um Feuchtigkeitsschäden an Ihrem Gartenhaus zu vermeiden, ist neben der Wahl des geeigneten Fundaments die Verwendung einer Dampfsperre für Ihre Gartenhütte ratsam. Weiterhin raten wir zur Verwendung einer Styropor-Isolierung unter dem Boden des Gartenhauses. Zur Wärme- und Feuchtigkeitsregulierung ist Styropor hervorragend geeignet.
Gartenhaus selber bauen für Anfänger und Profis
Sie träumen von Ihrem eigenen Gartenhaus, in dem alle Utensilien gut verwahrt sind? Dann machen Sie daraus ein DIY-Projekt und Sie können sich jeden Tag an diesem Hingucker erfreuen. Sollten Sie für einen Eigenbau keine Zeit oder kein Geschick haben, kann ein Bausatz die Alternative sein. Er ist immer noch günstiger als das komplett fertige Haus aus dem Baumarkt. Auch mit geringem handwerklichem Geschick ist dieser dank umfangreicher Bauanleitung leicht zu realisieren. Lassen Sie am Ende doch lieber den Profi ran, finden Sie ihn schnell und einfach bei renovero.